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  • Der heftige Hans 17.Okt.2021
    Wie ist das Essen?
    Essen ist ekelhaft, wenn es mal von der Küche kommt. Auf Therapie soll man selber kochen in Gruppen, da kann man sich ja denken, was dabei rumkommt: nix. Man hat ein bisschen Geld für jede Woche, wo ein Pfleger mit einem einkaufen geht für die Gruppe (wenn Stufe vorhanden) und dann müssen wir selber kochen. Hört sich geil an - in der Umsetzung gibt es dann fast jeden Tag essen aus der Tiefkühltruhe, i love alaska seelachsfilet! (BAH!)
    Wie laufen die Besuche ab?
    Besuche wurden während Corona komplett abgestellt, die Pfleger haben sich teilweise richtig gefreut weil die dann ja weniger zutun haben. Und Schadenfreude hatten die. Einer meinte mal „tja, hätten sie sich ja früher überlegen können was sie ihrer Familie antun, sie sind halt ein Junkie!“!!!! Der dachte immer der wäre was besseres, das haben die Pfleger teilweise auch vor der Familie raushängen lassen. Besucherzimmer war okay, aber man wurde oft gestört durch Personal von anderen Stationen. Man hat da einen Tisch und Stühle, eine kleine couch die so heftig unbequem ist (ich habe dort nur meine Familie empfangen, also geht es hier nicht um die „Bums-Qualität!“). Man hat 2 Stunden Besuch alle 2 Wochen am Anfang, je nach Stufe dann öfter. Besuch ist nicht überwacht, man hat Gott sei Dank einfach mal 2 Stunden ALLEINE Zeit mit seinen Liebsten. Überwacht nur, wenn die dich auf den Kicker haben. Wenn man passende Stufe hat, kann man da ins Gelände. Was nur im Sommer einigermaßen okay ist, da kann man mit einer Decke draußen sitzen, aber man hat nirgendwo die Möglichkeit auf die Toilette zu gehen oder rein zu gehen, wenn einem kalt ist. Keine Cafeteria oder Aufenthaltsmöglichkeit in der Nähe. Gelände verlassen darf man nur mit Stufe.
    Wie gut ist die ärztliche Versorgung?
    Ärztliche Versorgung = 0,0 oder ehr - 1000. stationärzte gab es manchmal aber die haben einen größtenteils nie verstanden. Chef und Oberarzt - SORRY lächerlicher gehts nicht. Die sind nicht darauf bedacht, einem zu helfen, die sehen nur das böse in dir. Oberarzt verhält sich so provokant, bis Patienten ausrasten und er dann sagen kann „hab ich doch gesagt sie sind kriminell, krank und gefährlich“ man merkt dass der echt keine Ahnung hat. Sadistisches a*. Mit Suchtdruck, Schmerzen, Symptomen wird man alleine gelassen. Wenn man Suchtdruck oder Rückfälle anspricht bekommt man nur Schuldzuweisungen und Strafen, im schlimmsten falle paar Tage Bunker und dann wird sich gewundert, dass keiner darüber spricht Lächerlich.
    Welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es?
    AT plämmihalle, für 50ct die Stunde arbeiten und damit schön für die großen Konzerne verpacken
    Wie verbreitet sind illegale Drogen in der Anstalt?
    Illegale Drogen on Mass. Spice, subutex, kratom, alles kein Problem. Pfleger wollen nur Detektiv spielen und fühlen sich hart dabei wenn sie 0,5% von der Realität entdecken. Ist aber kein Wunder.
    Wie sicher fühlen Sie sich in der Anstalt?
    Nicht alle Pfleger waren schlecht. Auf der Station wo ich war, waren 2 Pflegerinnen und eine Therapeutin, die echt einen guten Job gemacht haben, aber man hat gemerkt dass die dafür auch nur fertig gemacht wurden. Erstrecht weil es Frauen waren. Man hat sich denen schnell anvertraut und darauf kamen die anderen Pfleger nicht klar. Hat man sogar als Patient gemerkt!! Aber von denen kann man sagen, dass die echt an einer Resozialisierung für uns interessiert waren bzw. dass die einen als Menschen mit Geschichte und Stärken gesehen haben und nicht nur den Knasti/Junkie. Die haben einem ein kleines Stück Sicherheit gegeben. Aber natürlich konnten die nicht viel für uns tun weil der Rest der Anstalt nur das schlechte für uns wollte und dass wir uns als schlechte Menschen fühlen. Die dicksten Fische sitzen im Pflegerbüro und in der oberen Etage!!! Sollte man mal genauer hinsehen!!!!! Wer andere Leute so fertig macht hat nach meiner Meinung nix in einem Job verloren der mit Menschen zutun hat. Wenn man seine Seele verkauft und seine Persönlichkeit abgibt dann kommt man da gut durch. Einfach fresse halten bzw das sagen was Pfleger gerne hören wollen (also nicht die Wahrheit), anpassen und sich den Pflegern verkaufen, dann kommt man weiter. Wenn man aber ehrlich mit seinen Problemen umgehen will dann bekommt man nur weitere Probleme und im schlimmsten Fall geht man gestörter da raus als man rein kam. Hab da echt Leute abkacken sehen tut mir leid.
    Wie gut funktioniert die Vorbereitung auf die Entlassung?
    Ein Witz, die meisten „Entlassungen“ sind eh die zurück in Haft. Sozialdienst absolut lächerlich, hilft nur Patienten dessen Gesicht passt und das sind eh schon wenige. Knallt einem die Türe vor der Nase zu, wenn man Hilfe braucht, sowas arrogantes und abwertendes hab ich noch nie erlebt. Und die Ausrede ist Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Mensch, der einem wirklich nicht helfen WILL und einfach Spaß daran hat zu sehen, wie es Menschen schlecht geht. Insgesamt ein lächerlicher Laden wo es nur um Macht und Kontrolle geht. Therapie Fehlanzeige. 0 Sterne wenn es gehen würde.
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